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Veränderungen

Ich habe gestern zum ersten Mal "Die letzten Tage der Sophie Scholl" gesehen.
Beeindruckend, ja. Nicht der Film, sondern die Geschichte, die dahinterstehende Aussage - Mut, für das Richtige einzustehen. Nur dem eigenen Gewissen Rechenschaft abzulegen, und sich nicht zu beugen, nicht dem System, nicht der eigenen Angst, das ist das, was mich an der Geschichte der weißen Rose jedes Mal so fasziniert. Ich verbeuge mich vor diesen Menschen. Wobei ich mich auch immer wieder frage, wieso Sophie eigentlich immer so herausgehoben wird. Nur weil sie die einzige Frau dabei war? Ich denke nicht dass die anderen Mitglieder weniger mutig waren. Bin ich da falsch informiert? Mh.

Ansonsten stellt sich mir beim Betrachten eines solchen Films (zu ersetzen bei Belieben mit "Lesen eines Tatsachenberichts u.Ä.) immer wieder die Frage, wie ich damals gehandelt hätte, wie meine Freunde gehandelt hätten. Ich frage mich auch, warum ich nicht schon längst die Hakenkreuze in der Unterführung übermalt habe. Ich frage mich, wo meine Weltanschauung ist, meine Ideologie, meine Idee, und wo mein Mut ist, diese zu verteidigen. Ich frage mich, ob meine in der Hinsicht oft ruhige und bedachte Art denn zu irgendwas führen kann, ob ich so, wie ich bin, die Welt verändern könnte.

Ist das eigentlich notwendig, "die Welt" zu verändern?

Oder nimmt man sich da vielleicht zuviel vor? Vielleicht scheitern wir deshalb immer wieder an Veränderungen und werden müde, weil wir die Welt nicht verändern können. Weil wir nicht anderen Leuten die Augen öffnen können, wenn sie so liebend gern den Kopf im Sand haben.
Aber vielleicht geht es auch erstmal gar nicht darum, den anderen die Augen zu öffnen, sondern mit sich selbst im Reinen zu sein, und im Einklang mit sich zu leben?
Vielleicht ist das ja die "eigentliche" Basis für jede Veränderung.
Vielleicht.

Selbsttest?
Morgen? Vielleicht?

21.2.08 13:40
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kim (22.2.08 16:14)
Sophie Scholl und ihr Bruder waren ja die "Anfuherer" der Weissen Rose, ich glaube, sie war noch etwas aktiver als er. Ich denke mal, dass ihr deshalb so viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.


Heldin (22.2.08 17:43)
Problem:
Heute sehen wir die Probleme von damals als offensichtlich an. Und alle, die nichts getan haben als feige.

Aber die meisten Selbstgerechten von heute tun gegen die Probleme von heute nicht mehr als die Feiglinge von damals.

Variante:
Die Weiße Rose und Geschwister bzw. Schwester Scholl sind bewundernswert! In jedem Fall.
Aber vor allen Dingen heute - medienwirksame - Symbolfiguren. Es gab auch kleine Helden, die nicht entdeckt wurden und viel getan haben.

Nur weil man nicht in Talk Shows landet oder bei Arte einen Themenabend gewidmet kriegt, heißt es nicht, dass man nichts (wichtiges) tut.

Meine Meinung.

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